Willkommen! Anmelden . Details
16 x in Österreich
Versandkostenfrei ab 80 € bei Bezahlung mit Paypal, VISA oder MasterCard - Kostenlose Rückgabe im Markt
Der richtige Kindersitz
Kindersitze für Kinder werden zunächst nach Alters- und Gewichtsklassen unterschieden. Die Einteilung geht von Gruppe 0+ bis Gruppe III und reicht damit von Geburt bis zum Ende der Kindersitzpflicht mit 12 Jahren, bzw. einer Körpergröße von 150 cm. Bezüglich der Sicherheit erfüllen alle Sitze Mindestanforderungen, denn nur nach der ECE-Regelung R 44/03 und 44/04 zugelassene Modelle dürfen in Deutschland verwendet werden. Manche Sitze entsprechen auch schon der neuen i-Size-Norm, die sich stärker an der Größe als am Gewicht des Kindes orientiert und langfristig die ECE R-44 Regelung ablösen wird. Die Einführung erfolgt parallel, d.h. auch die aktuellen ECE R-44-Sitze dürfen weitern genutzt werden. Ein am Kindersitz angebrachtes Etikett gibt Aufschluss über die jeweilige Prüfnorm und Verwendung.
Kindersitze im Überblick
Gruppe 0/0+
Die Gruppe 0+ beginnt mit der Geburt und reicht bis zu einem Gewicht von 13 kg. Sie ersetzt die alte Gruppe 0, mit einem Maximalgewicht von 10 kg. Kindersitze dieser Gruppe werden auch als Babyschalen bezeichnet. Vorgeschrieben ist die Montage entgegen der Fahrtrichtung. Dies kann je nach Bauart mit dem Fahrzeuggurt oder einer Isofix-Basis erfolgen. Letztere hat den Vorteil, dass sie die Entnahme und Montage der Babyschale erleichtert und zudem die Sicherheit erhöht. Für Neugeborene sind Sitzverkleinerungen erhältlich. Die meisten Babyschalen sind mit einem 3-Punkt-Gurt ausgestattet, einige verfügen jedoch auch über einen noch empfehlenswerteren 5-Punkt-Gurt.
Gruppe 0/0+
Gruppe 0/0+
Gruppe I
Gruppe I
Für Kinder mit einem Körpergewicht von 9-18 kg (ca. 9 Monate bis 4 Jahre) benötigen Sie einen Kindersitz der Gruppe I. Die meisten Modelle werden in Fahrtrichtung montiert. Es sind aber auch Sitze erhältlich, die auch in dieser Gewichtsklasse noch rückwärtsgerichtet befestigt werden - so genannte Reboard-Sitze. Diese sind zwar sicherer, brauchen aber auch mehr Platz und erlauben dem neugierigen Kleinkind nicht den Blick nach vorn.
Im Auto befestigt werden Gruppe I-Sitze entweder mit dem fahrzeugeigenen Sicherheitsgurt oder Isofix. Zusätzlich verfügen manche Modelle noch über einen Standfuß, der ein Nach-vorne-Kippen des Kindersitzes verhindern soll. Das Kind selbst wird bei den meisten Modellen mit einem 5-Punkt-Gurt, einem sogenannten Hosenträgergurt, angeschnallt. Ein anderes Rückhaltesystem ist ein tischähnlicher Fangkörper in Kombination mit dem Fahrzeuggurt. Auch dies ist eine absolut sichere Alternative. Ein Nachteil: Hier ist keine Neigung, bzw. Ruheposition möglich.
Gruppe I
Gruppe I-III
Für Kinder mit einem Körpergewicht von 9-36 kg sind Kindersitze dieser Gruppe gemacht. Sie ermöglichen eine besonders lange Nutzungsdauer und ersparen Ihnen die Anschaffung eines Sitzes der Gruppe I. Als mitwachsendes Kindersitzsystem lassen sie sich an die Größe Ihres Kindes anpassen, unter anderem durch eine verstellbare Kopfstütze. Manche Sitze haben für Kinder bis 18 kg einen integrierten 5-Punkt-Sicherheitsgurt, der mit Erreichen der Gewichtsklasse II entfernt wird. Bei anderen Modellen der Gruppe I-III werden Kleinkinder stattdessen mit einem Fangtisch gesichert. Auch dieser wird später entfernt und der fahrzeugeigene 3-Punkt-Gurt verwendet.
Gruppe I-III
Gruppe I-III
Gruppe II-III
Gruppe II-III
Diese Sitze vereinen zwei Gewichtsklassen: 15-25 kg und 22-36 kg. Sie können also von 15-36 kg (ca. 4-12 Jahre) verwendet werden und bietet so eine lange Nutzungsdauer. Auch hier erfolgt die Montage in Fahrrichtung, entweder mit Fahrzeuggurt oder Isofix-System. Worauf Sie beim Kauf achten müssen: Rücken- und Kopfteil sollten sich in der Höhe anpassen lassen, damit der Sitz über die Jahre mitwächst und stets eine optimale Gurtführung gewährleistet ist. Ebenso muss ein ausreichender Seiten- und Beckenschutz vorhanden sein. Bei manchen Sitzen lässt sich die Kopfstütze neigen. Dies verhindert, dass der Kopf des Kindes beim Schlafen allzu leicht nach vorne fällt. Darüber hinaus unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller unter anderem in Bezug auf die Polsterung sowie die Sitzbreite und -tiefe.
Gruppe II-III
Sitzerhöhungen
Eine Sitzerhöhung entspricht der Gruppe II-III, darf also ab einem Körpergewicht von 15 kg verwendet werden. Sitz und Kind werden mit dem fahrzeugeigenen Sicherheitsgurt angeschnallt. Hauptfunktion: Die Sitzposition des Kindes so zu erhöhen, dass der Gurt nicht am Hals sondern über die Schulter verläuft. Je nach Körpergröße und -haltung gelingt dies jedoch nicht immer optimal. Ebenso bietet eine Sitzerhöhung keinerlei Seitenaufprallschutz und ebenso wenig Sicherheit für den empfindlichen Kopfbereich. Eine Sitzerhöhung ist daher keine Alternative zu einem vollwertigen Kindersitz. Sie sollte deshalb nur in Ausnahmefällen und für kurze Strecken verwendet werden, zum Beispiel um Freund oder Freundin mitzunehmen.
Sitzerhöhungen
Sitzerhöhungen
Die Normen im Überblick
ECE R 129, die neue i-Size-Norm - was ändert sich?
  • Entscheidend bei der neuen Einteilung ist nun die Größe des Kindes, in Kombination mit einem zulässigen Maximalgewicht. So soll sichergestellt werden, dass der Sitz optimal auf den Körper des Kindes zugeschnitten ist und sowohl in Bezug auf die Schulterhöhe und Schulterbreite, wie auch auf die Breite des Beckens genau passt.
  • Nach der neuen i-Size Norm ECE R 129 müssen Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten rückwärtsgerichtet sitzen - zuvor waren dies lediglich 9 Monate. Durch diese erweiterte Reboard-Pflicht soll der bei Kleinkindern besonders gefährdete Kopf- und Nackenbereich besser geschützt werden.
  • Alle i-Size Sitze müssen über einen Seitenaufprallschutz verfügen, der in vorgeschriebenen Crashtests überprüft wird.
  • Die nach der neuen Norm zertifizierten Sitze besitzen alle Isofix-Konnektoren und dürfen nur in Fahrzeugen mit Isofix-Vorrichtung verwendet werden. Neben den normativen Vorgaben sorgen die Hersteller mit zusätzlichen Features und modernen Technologien für noch mehr Sicherheit. So zum Beispiel mit innovativen Seitenaufprallschutz-Systemen, der bereits genannten Isofix-Vorrichtung oder auch Reboard-Sitzen, die ein längeres Sitzen entgegen der Fahrtrichtung erlauben.
Die einzelnen Technologien im Überblick
Isofix: eine starke Verbindung
Das Isofix-System gilt als der derzeit sicherste Standard für die Befestigung eines Kindersitzes im Auto. Mit Hilfe von Metall-Konnektoren am Kindersitz und einer entsprechenden Vorrichtung am Fahrzeugsitz wird eine feste Verbindung zwischen beiden Elementen hergestellt. So ist ein stabiler Halt gewährleistet und Einbaufehler, wie sie bei der Befestigung mit dem Fahrzeuggurt häufig vorkommen, werden ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil: Auch wenn gerade kein Kind im Sitz sitzt, ist er sicher fixiert und stellt im Falle eines Unfalls kein Risiko dar.
Isofix-Sitze gibt es für alle Altersklassen. Bei den meisten ist alternativ auch eine Befestigung mit dem Fahrzeuggurt möglich. So kann der Sitz auch in älteren Fahrzeugen, die noch nicht über eine solche Vorrichtung verfügen, mitgenommen werden. In welchen Modellen sich Isofix nutzen lässt, erfahren Sie unter anderem beim Fahrzeughersteller.
Reboard-Sitze: Sicherheit durch "Rücksicht"
Bei Reboard-Kindersitzen sitzt das Kind entgegen der Fahrtrichtung. Dies ist zwar bislang nur für Babyschalen und Kinder mit einem Körpergewicht unter 9 kg vorgeschrieben, aber durchaus noch sehr viel länger in Hinblick auf die Sicherheit sinnvoll. Experten raten sogar zu einer Nutzung von rückwärtsgerichteten Sitzen bis zu einem Alter von 4 Jahren. Der Grund: Bei Kleinkindern ist die Nackenmuskulatur noch wenig entwickelt und ebenso wie die obere Wirbelsäule besonders gefährdet.
Während der Körper bei einem Unfall durch den Schultergurt gehalten wird, wird der Kopf beim vorwärts gerichteten Fahren unter Umständen nach vorne geschleudert. Schon ein Frontalaufprall mit 50 km/h kann schwere Schäden zur Folge haben. Bei Reboard-Sitzen schützt die Sitzschale den Kopf- und Nackenbereich des Kindes und verteilt die bei einem Aufprall wirkenden Kräfte gleichmäßig. Die Gefahr von schwerwiegenden Verletzungen kann so erheblich gesenkt werden.
Bases: die sichere Basis für Babyschalen
Auch eine Babyschalen-Basis macht das Autofahren sicherer. Bases werden im Fahrzeug je nach Bauart entweder mit dem Fahrzeuggurt oder, noch besser, mit Isofix befestigt. Ein praktisches Klick-System macht dann den Einbau der Babyschale wie auch die Entnahme nach Fahrtende schnell und bequem.
Eine Basis reduziert zum einen das Risiko, das durch eine falsche Befestigung der Babyschale entsteht. Im Falle einer Isofix-Montage wird zudem eine stabile Verbindung zum Fahrzeugsitz geschaffen. Darüber hinaus macht eine Basis die Handhabung für Eltern besonders komfortabel.
Der Komfort ist schließlich nach der Sicherheit das zweite große Kriterium, das bei der Auswahl eines Sitzes zum Tragen kommt. Vom ergonomischen Formschaum bis hin zum automatischen Gurtstraffer ist hier Einiges möglich.
Finden Sie den perfekten Kindersitz
Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten